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Planung eines Gartens

Dienstag, 28. Dezember 2010

Wer träumt nicht von einer eigenen Oase der Ruhe, in die man sich nach Feierabend und am Wochenende zurückziehen und entspannen kann. Doch damit das Stück Grün tatsächlich auch zur Oase wird, ist wie beim Hausbau eine sorgfältige Planung notwendig.
Zunächst sollte man sich die Frage stellen, wer den Garten nutzt, da unterschiedliche Nutzer oft auch unterschiedliche Bedürfnisse haben. Kinder etwa, benötigen eine Fläche als Spielplatz, ein Hund eventuell Auslauf, der Hobbygärtner Platz für Gemüse und anderes mehr. Sinnvoll ist es auch, sich gleich zu Beginn Gedanken darüber zu machen, was alles im Garten Platz finden muss. Dies kann z.B. die Mülltonne sein, ein Stellplatz fürs Auto, Aufbewahrungsraum für Elektrofahrräder, Rasenmäher etc. Um diese „Fixpunkte“ herum kann nun die Planung stattfinden. Natürlich ist es nahe liegend sich Anregungen in Magazinen oder bei anderen zu holen, wichtig hierbei ist allerdings, dass man berücksichtigt, dass viele noch so schöne Ideen zusammengewürfelt meist ein alles andere als zufrieden stellendes Resultat ergeben. Aus diesem Grund sollte man eine Grundtendenz herausarbeiten. So kann ein Garten schlicht oder romantisch, naturnah oder klar strukturiert sein, genauso wie er von einer großen Grünfläche oder bunten Blumenbeeten geprägt sein kann.

Garten und Haus gehören zusammen
Der Garten sollte bei der Planung nicht separat betrachtet werden, denn auch das Haus gehört später zum Gesamtensemble. So lassen sich etwa auch Symmetrien der Fassade auf das Gelände übertragen, so dass durch Hausbau und Gartenplanung eine Einheit entsteht. Wege, Rabatte oder andere Gartenelemente können an den Achsen, die Fenster und Türen bilden ausgerichtet werden.

Der Bleistift kommt vor dem Spaten
Für eine gute Planung müssen die Gartenmaße in einen maßstäblichen Plan, am einfachsten den Grundstücksplan des Katasteramtes, übertragen werden. In diesen werden alle feststehenden Elemente eingetragen, die auch bestehen bleiben sollen. Dann kann man seiner Fantasie freien Lauf lassen und am besten mehrere Skizzen anfertigen. Je kleiner die Fläche ist, umso größer wirkt sie, wenn sie durch geschicktes Anordnen von Büschen nicht in Gänze einsehbar ist. Großen Flächen hingegen werden durch sanft geschwungene Linien aufgebrochen und unregelmäßig auslaufende Kanten der Terrasse verbinden diese mehr mit dem Garten.

Zeit für den Spaten
Beetbegrenzungen und Wege markiert man am einfachsten mit einem Gartenschlauch, Mauern können mit Blumenkästen simuliert und Sitzplätze mit Kisten oder Küchenstühlen angedeutet werden. Dadurch erhält man praktisch eins zu eins eine Vorstellung, wie der Garten wirken wird. Erst wenn man tatsächlich zufrieden ist, darf der Spaten ran, doch je mehr Zeit man sich bei der Planung genommen hat, umso kreativer wird der Garten später wirken.