Holzlexikon

Bangkirai Hartholz

Bangkirai Hartholz

Holz ist eines der ältesten und vielseitigsten Rohstoffe seit Anbeginn der Menschheit. Es diente unseren Vorfahren sowohl als Brennstoff wie auch zur Fertigung von Werkzeug. So wurden Speere und Pfeile aus Holz geschnitzt und erfolgreich für die Jagd eingesetzt. Holz als Baumaterial kam erst später in Betracht. Heute zählt Holz zu einem der beliebtesten Materialien im Innen- und Außenausbau. Besonders ökologisch wertvolle Bauweisen nutzen Holz, da es ein Naturmaterial ist und für eine gute Wärmedämmung sorgt. Darüber hinaus sieht Holz sehr gut aus und schafft Behaglichkeit in den eigenen vier Wänden.

Holz lässt sich optimal für den Terrassenbau einsetzen. Holz ist belastbar und dennoch nachgiebig und kann deshalb starken Beanspruchungen standhalten. Gartenterrassen aus Holz sind nicht nur schön, sondern vermitteln ein angenehmes Fußgefühl, was besonders im Sommer zu angenehmen Stunden draußen einlädt. Je nachdem, wie stark die künftige Terrasse genutzt werden soll, bieten sich unterschiedliche Holzqualitäten an. Vielleicht schätzt man eine bestimmte Dielensorte aber nicht nur wegen ihres Härtegrades, sondern wegen seiner besonderen Farbe und Maserung. Europäische Nadelhölzer liefern beispielsweise verschieden gemaserte Dielen, die durch Äste in der Optik unterschiedlich ausfallen. Das macht sie zu einem sehr rustikalen Material mit einem mittleren Härtegrad. Dielen aus europäischen Nadelhölzern sind leicht zu pflegen. Es genügt, sie mit einem Gartenschlauch abzusprühen, schon ist die Sommerterrasse wieder sauber. Einfacher geht es nicht. Holzabsplitterungen können gelegentlich auftreten, was an den Verästelungen liegt. Bei diesen Dielen ist eine Behandlung mit Lasur an den Schnittkanten angeraten. Etwas dunkler ist die sibirische Lärche, die ebenfalls ein lebhaftes Maserungsbild bietet, aber weit mehr Regelmäßigkeit aufweist als europäische Nadelhölzer. Die Belastbarkeit ist hier noch etwas höher bei heimischen Tannen, Kiefern oder Fichten. Zur optimalen Reinigung bietet sich hier der Flachstrahl eines Hochdruckreinigers an. Wer ein sehr hartes Holz für stärkste Beanspruchung im Außenbereich sucht, der kann auf ein Holz-/Kunststoffgemisch aus heimischen Hölzern zurückgreifen. Auf diesen Dielen kann gesessen, getanzt, getobt und ausgelassen gefeiert werden, sie halten Stand und sind sehr langlebig. Optisch weisen sie einen leichten Rotton auf, der einen angenehmen Kontrast zum Grün des Rasens bietet. Durch die Kunststoffbeimischung lassen sich diese Fliesen wie im Hausinneren einfach mit lauwarmem Wasser und einem Schrubber reinigen. Holzsplitterungen sind bei diesen Dielen nicht möglich und sie zeichnen sich durch eine sehr gute Haltbarkeit aus. Indonesisches Bangkirai weist den härtesten Belastungsgrad auf. Selbst bei unmittelbarem Erdkontakt ist dieses Holz äußerst haltbar. Es hat eine angenehme rot-braune Farbe und lässt sich am besten mit einem Hochdruckreiniger säubern.

PfostenDamit die Freude nicht getrübt wird gibt es an dieser Stelle noch einige Hinweise zum Holz. Es können gelegentlich einige optische Unregelmäßigkeiten auftreten, welche die Holzqualität nicht beeinträchtigen und keinen Mangel am Holz darstellen. Vielmehr handelt es sich bei diesen Erscheinungen um natürliche Vorkommnisse, die entweder bereits im Holz vorhanden waren oder durch die professionelle Aufbereitung entstanden sind. So haben Bäume beispielsweise oftmals viele kleine Äste und noch kleinere Verästelungen, die sich in der Schnittfläche optisch darstellen. Gerade jene Maserungen geben dem Holz seine typische Charakteristik. Wer glattes, maserungsfreies Holz wünscht, sollte sich entsprechend beraten lassen und auf eine Holzsorte zurückgreifen, die kaum oder nahezu gar keine Äste aufweist. Während des Trocknungsprozesses können im Holz kleine Spannungsrisse auftreten. Dabei handelt es sich um einen natürlichen Prozess, denn Holz ist lebendes Material, das von Feuchtigkeit durchzogen ist. Beim Trocknungsvorgang ändert sich das Volumen des Holzes und kleine Risse sind durchaus möglich. Harzgallen oder Harztaschen, das sind harte oder weiche Harzaustritte, kommen vor allen in Nadelhölzern, die zum Harzen neigen, vor. Das sind völlig natürliche Holzstrukturen. Wen diese optisch stören, der kann sein Holz mit einem Entharzungsmittel aus dem Fachhandel nachbehandeln. Holz wird für den Einsatz im Wohn- und Außenbereich durch ein Kesseldruckverfahren imprägniert. Salze werden dabei in das Holz gepresst. Durch chemische Reaktionen mit den holzinternen Stoffen können die Salze an manchen Stellen grüne Verfärbungen hervorrufen. Diese sind äußerst harmlos und bleichen im Laufe der Zeit immer mehr aus. So wie menschliche Haut unterschiedliche Farbpigmentierungen aufweisen kann, gibt es im Naturstoff Holz durchaus auch unterschiedliche Farbschattierungen. Baumstämme verfügen über eine Markröhre. Dadurch kann es in manchen Brettern und Dielen zu dunklen Stellen an der Schnittoberfläche kommen. Diese sind völlig normal und gehören zum natürlichen Erscheinungsbild des Holzes dazu. Das Kesseldruckverfahren presst nicht nur Salze in das Holz, sondern mit diesem auch Wasser. So können stellenweise Stockflecken oder leichte Schimmelpilze auftreten. Diese Flecken und Schimmelstellen lassen sich einfach wegbürsten und schädigen weder das Holz, noch das Umfeld. Trotz sorgfältigster Behandlung durch den Holzlieferanten kann es im Zuschnitt selbst bei modernster Technik immer wieder einmal zu rauen Stellen an der Oberfläche kommen. Das lässt sich bei einem Naturprodukt wie dem Holz nicht völlig ausschließen und ist daher anzunehmen.

Welcher Holztyp optimal ist, entscheidet einmal der persönliche Geschmack, aber auch eine gute Beratung durch einen Fachmann. So werden alle Vor- und Nachteile aufgezeigt und am Ende steht das optimale Material. Eines ist allerdings bei allen Hölzern gleich: Als Naturprodukt bietet es Ästhetik und Behaglichkeit und macht jeden gewünschten Außenbereich zu einer Oase an Natürlichkeit.